Fund in Hachelbich

Römische Legionen marschierten auch über Thüringischen Boden. Was schon lange vermutet wurde, macht der Fund eines römischen Marschlagers im Kyffhäuserkreis zur Gewissheit.

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In Thüringen ist der archäologische Nachweis für den Aufenthalt römischer Truppen in Mitteldeutschland gelungen. Bei dem Dorf Hachelbich im Kyffhäuserkreis sei ein römisches Marschlager aus der Zeit zwischen dem 1. und 3. Jahrhundert nach Christus entdeckt worden, teilte das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie am Freitag in Weimar mit. Die Anlage weise alle Merkmale auf, wie sie im antiken Schrifttum und in bisherigen Beschreibungen von Archäologen dargestellt worden seien. Funde wie Buntmetallgegenstände und eiserne Schuhnägel wiesen ebenfalls auf römische Soldaten hin.

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Neben für die Römerlager typischen Spitzgräben im Süden und Osten der Anlage konnten die Archäologen auch acht Backöfen mit Arbeitsgruben freilegen. Im Nordosten befindet sich den Angaben zufolge eine Eingangskonstruktion. Sollte sich die Anlage im Norden und Westen in ähnlicher Weise fortsetzen, liege ein unregelmäßiges Viereck mit einem umschlossenen Raum von etwa 18 Hektar vor. Feldlager dieser Art seien innerhalb weniger Stunden errichtet worden und hätten den Truppen auf Feldzügen zur Unterbringung gedient, bisweilen seien sie nur für eine Nacht angelegt worden.

 

Da der genaue Zeitraum der Errichtung des Lagers bei Hachelbich noch nicht bekannt sei, könne das Lager auch keinem eventuell aus antiken Überlieferungen bekannten Feldzug zugeordnet werden. Die vorgefundenen Hinterlassenschaften römischer Herkunft geben nach Angaben der Wissenschaftler erste Antworten auf Fragen, die die historische und archäologische Forschung seit mehr als 200 Jahren beschäftigen.

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Weiterführende Links:

auswahl_home http://www.mdr.de/kultur/roemisches_lager_hachelbich104_zc-15948bad_zs-86171fdd.html